Zusätzliche Bestandteile im Futternapf

Wenn die Ernährung für unseren besten Freund optimal zusammengesetzt wird, kommt sie ohne weitere Zusätze aus. Aber da ist es, das „fiese“ Wörtchen WENN.

 

Leider ist es so, dass die Futtertiere nicht optimal gehalten oder gefüttert werden, die Böden werden nicht optimal behandelt, die Landwirtschaft findet nicht optimal statt, dem Menschen graut es vielleicht vor dem Verfüttern von Blut von den Schlachttieren … wenn man es denn überhaupt bekommt.


Futterzusätze

Und genau deshalb kann es notwendig sein, gewisse Stoffe dem Hund zusätzlich zu füttern.

 

Grob kann man in

  • Notwendige Zusatzstoffe, wie z. B. Öle oder Salz
  • Optionale Zusatzstoffe, wie z. B. Kräuter oder Bierhefe
und
  • Situative Zusatzstoffe, wie z. B. Grünlippmuschelextrakt oder Heilerde

einteilen.

 

Bevor Du ein Pülverchen in den Futternapf kippst: recherchiere und hinterfrage gut!

Denn auch hier (wie schon bei den Kräutern erwähnt!): viel hilft nicht viel!

 

Kommen wir zu den Zusatzstoffen im Einzelnen

Notwendige Zusatzstoffe

Dies sind Futterzusatzstoffe, die quasi zwingend in den Futternapf gehören.

 

Öle: hier habe ich schon ausführliche Informationen für Dich zusammengetragen.

 

Lebertran: wird aus der Leber von Seefischen gewonnen und enthält unter anderem Vitamin E, die Mineralstoffe

Jod und Phosphor. Da Lebertran auch reich an Vitamin A und D ist, kann Lebertran anstelle von Leber substituiert werden (aber bitte nur dann, wenn der Hund partout keine Leber frisst!)

 

Seealgen: hier ist die Versorgung mit Jod gemeint, deshalb wird die Braunalge (Ascophyllum Nodosum) verfüttert. Jod kann überdosiert werden, deshalb ist es unbedingt notwendig, dass Dein Produkt einen konstanten und kontrollierten Jodgehalt

aufweist. Kann Dir der Verkäufer oder der Hersteller keine exakten Angaben zu diesen Werten liefern – dann Finger weg und auf ein anderes Produkt zurückgereifen. Spirulina und/oder Chlorella sind im Übrigen kein Ersatz für die Braunalge. Für den Fall, dass Dein Hund ein (See)Fischliebhaber ist und er des öfteren Seefisch erhält: besprich bitte mit dem Tierarzt Deines Vertrauens eine zusätzliche Verabreichung der Braunalge – Stichwort: Schilddrüsenfunktionsstörung.

 

Salz: ist wichtig für die Versorgung mit Natrium-Chlorid. Der „wilde Hund“, der Jagderfolge verzeichnen kann, nimmt Salz in Form von Blut des Beutetieres zu sich. Hast Du keine Möglichkeit an Tierblut zu gelangen, dann greifst Du auf ein unbehandeltes (unjodiertes, unfluoriertes), reines Stein- oder Meersalz zurück.

Optionale Zusatzstoffe

Das sind Futterzusatzstoffe, die mehr oder weniger bedenkenlos verfüttert werden können (ein paar Richtlinien gibt es trotzdem!).

 

Kräuter: hier habe ich schon ausführliche Informationen für Dich zusammengetragen.

 

Bierhefe: ist ein Nebenprodukt der Bierherstellung, liefert aber wertvolle Nährstoffe wie z. B. Kalium, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer und verschiedene B-Vitamine, weshalb sie in Zeiten des Fellwechsels oft und gerne zum Einsatz kommt. Bierhefe kann auch helfen, Leber zu ersetzen. Da es sich bei Hefe um einen Pilz handelt, können empfindliche Hunde darauf

reagieren.

 

Hagebuttenschale: Hagebutte zählt zu den Vitamin C-reichsten Pflanzen, enthalten große Menge Magnesium und Mangan und noch sekundäre Pflanzenstoffe (hier). Auch wenn Hunde ihren Vitamin C-Bedarf selbst decken können, empfiehlt sich eine kurweise Anwendung bei starken körperlichen Beanspruchungen (Hochleistungssport) oder zur Stärkung des Immunsystems.

 

Spirulina: ist eine nährstoffreiche Mikroalge, die sämtliche Aminosäuren, sehr viele B-Vitamine, Vitamin E, Calcium, Eisen, Magnesium und auch eine große Menge an Antioxidantien enthält - Spirulina zur Unterstützung des Immunsystems deshalb

kurweise oder hin und wieder geben.

 

Probiotika: enthalten lebende Mikroorganismen wie z. B. Milchsäurebakterien. Diese dienen dem Aufbau einer gesunden Darmflora. Probiotika können im Rahmen einer Futterumstellung von Fertignahrung auf Frischfütterung, nach

Antibiotikabehandlungen oder bei immunschwachen Tieren als Kur zum Einsatz kommen.

 

Apfelessig: ein naturtrüber Apfelessig aus biologischem Anbau aus dem Reformhaus kann die Magensäure Deines Hundes unterstützen und wirkt sich positiv auf die Verdauung aus.

 

Blütenpollen: können hin und wieder zur Stärkung des Immunsystems und des Stoffwechsels gegeben werden.

 

Eier: hin und wieder kann dem Hund ein ganzes Ei gefüttert werden.

 

Eierschalen(mehl): kann man als natürliche Kalziumquelle geben, wenn der Hund nicht so viele Knochen verträgt. Man kann sie selber sammeln und zu einem Pulver mahlen oder man kauft das fertige Pulver im Handel. 

 

Honig: enthält wertvolle Enzyme, Mineralien und Vitamine und wirkt auch antibiotisch – aber nur der biologische, kaltgeschleuderte Honig vom Imker und nicht der billige Honig aus dem Supermarkt.

Situative Zusatzstoffe

Sind Stoffe, die nur in bestimmten Einzelfällen aufgrund bestimmter Erkrankungen zum Einsatz kommen sollen. Aus diesem Grund möchte ich dazu gar nicht mehr schreiben, denn ein kranker Hund gehört in die Hände eines Tierarztes.

 

Solltest Du im Handel auf die schönen Dosen mit den Verkaufsschlagern „Superfood“, „Gesund“ oder „Artgerecht & natürlich“ stoßen – bitte recherchiere und frage nach, ob das angebotene Produkt wirklich so super ist, wie die Marketingabteilung des Herstellers es Dir weis machen möchte!

Alles klar? Denn Du weißt:

 

nicht verzagen - Doggy Care fragen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0