Zusätzliche Bestandteile im Futternapf

Die hier beschriebenen Bestandteile können, müssen aber nicht zwingend verfüttert werden. Je nach dem ob Dein Hund sie verträgt, können sie eine geschmackliche Abwechslung darstellen.

 

Vielleicht mag Dein Hund den einen oder anderen Bestandteil aber auch nur als Leckerchen für zwischendurch - wie gesagt: es geht hier um KANN, nicht um MUSS.


Milchprodukte

Milchprodukte stehen im Normalfall nicht am natürlichen Speiseplan des Canis lupus familiaris, soferne der Hund sie aber verträgt und mag, steht einer gelegentlichen Menüergänzung nichts im Wege … solange es nicht übertrieben wird!

 

Einen Joghurtbecher auslecken lassen kann auch schon mal eine kurzweilige Beschäftigung für unser Fellkind sein.

 

Ziegen- oder Schafmilch ist für Hunde leichter verdaulich als Kuhmilch; angesäuerte Produkte sind besser verträglich als Milch pur.

Zu den angesäuerten Milchprodukten zählen

Butter: ist zu den Fetten zu zählen; kann helfen, dass die ungeliebte Gemüseportion doch gefressen wird. Nur in kleinen Mengen geben.

 

Buttermilch: ist fettärmer als „normale“ Milch und enthält noch alle wertvollen Bestandteile. Geeignet, um Getreide einzuweichen.

 

Joghurt: enthält alle wertvollen Stoffe der Milch, und der Milchzucker ist in Milchsäure umgewandelt. Die im Joghurt enthaltenen Bakterien können durchaus gute Dienste im Zuge einer Darmkur leisten.

 

Käse: ein oft heiß geliebtes Leckerchen. Mehr aber auch schon nicht. Einzig körniger Frischkäse (Hüttenkäse), kann in etwas

größeren Mengen den Inhalt des Futternapfs bereichern.

 

Topfen: wenn der Hund die Konsistenz mag, kann Topf hin und wieder unters Futter gemischt werden.

 

Sauerrahm: ist sehr fetthaltig. Empfindlichere Hunde können schnell Durchfall von zu viel Sauerrahm bekommen.

Fisch

Hin und wieder kann und sollte roher Fisch durchaus am Speiseplan von Flocki zu finden sein. Fisch ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelement und liefert essentielle, also notwendige, Fettsäuren.

 

Auch die Gräten können im rohen Zustand bedenkenlos verfüttert werden – erst durch erhitzen wird die Struktur ähnlich wie bei Knochen zerstört und macht sie „gefährlich“. Von daher: ruhig mal einen kompletten Fisch mit Innereien anbieten.

 

Wie schon bei den RFK erwähnt: wer Bedenken hat, möge Fischfilets füttern. Ab und zu oder auch nur zur Anregung des Appetits kann gelegentlich auch mal z. B. Thunfisch im eigenen Saft gegeben werden.

Leider hat das Verfüttern von Fisch auch seine Schattenseiten

Einerseits wird Raubbau beim Fischfang betrieben, so dass einige Arten schon massiv bedroht sind. Andererseits ist die

Belastung mit Umweltgiften, besonders Quecksilber, gegeben.

Achtet man aber auch hier auf Zertifikate *, die z. B. einen nachhaltigen Fischfang ausweisen, ist die Gefahr des Raubbau beim Fischfang weniger hoch.

 

Bestimmt hast Du schon von der Thiaminase gehört und dass diese Vitamin-B zerstört. Keine Sorge! Solange Dein Hund nur wenig Fisch erhält und an anderen Tagen unter anderem Innereien von z. B. Rind, dann besteht keinerlei „Gefahr“! Würdest Du nur Fisch füttern, dann kann sehr wohl das Enzym Thiaminase das Vitamin-B zerstören und es kommt zu einem Vitaminmangel.

Was vom Fisch kann verfüttert werden?

Der komplette Fisch, aber auch wie schon erwähnt Fischfilets, Fischköpfe (gibt es günstig oder gar geschenkt beim Fischhändler Deines Vertrauens; der reine Fischkopf ist allerdings ein „netter“ Kauspaß und ersetzt keine Mahlzeit!) und auch Innereien von Fischen.

Achte beim Verfüttern der Köpfe darauf, ob sich nicht noch ein Angelhaken im Maul befindet.

Wieviel Fisch soll verfüttert werden?

Im Prinzip genauso viel wie Muskelfleisch. Da Fisch aber aufgrund seiner geringeren Kalorienanzahl leichter ist, kann es durchaus sein, dass Dein Hund nach dem Fressen hungriger erscheint.

Dem kannst Du mit kalorien- und/oder kohlenhydratreicheren Beilagen entgegen wirken.

Süß- oder Salzwasserfisch? Wie war das im Biologieunterricht?

Entscheidend, in welche Kategorie ein Fisch gehört, ist der Laichplatz und nicht der Lebensraum. Deshalb zählt z. B. Lachs zu den Süßwasserfischen, weil er eben dort abgelaicht wird, ansonsten lebt er im Salzwasser.

 

Zu den Salzwasserfischen zählen: Kabeljau, Seelachs, Scholle, Heilbutt, Hering, Makrele, Sardinen,

Thunfisch.

Vorsicht beim Pazifik-Lachs: dieser kann mit für den Hund gefährlichen Parasiten behaftet sein – wird der Pazifik-Lachs aber für mindesten 7 Wochen tiefgefroren, werden diese Parasiten unschädlich gemacht.

 

Zu den Süßwasserfischen

zählen: Aal, Forelle, Lachs, Karpfen, Hecht, Wels, Zander, Brasse.

Hier gilt: alle Fische die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, können bedenkenlos verfüttert werden.

* Hilfestellung für den Einkauf vom WWF: Link

Auf den Punkt gebracht:

  • Milchprodukte können, müssen aber keineswegs verfüttert werden
  • Weniger ist hier definitiv mehr
  • Angesäuerte Milchprodukte sind besser verträglich
  • Bio-Produkten ist der Vorzug zu geben (wie generell immer)
  • Eine gelegentliche Verfütterung von Fisch ist hinsichtlich der Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren durchaus sinnvoll
  • Es kann der komplette Fisch, im Ganzen oder zerstückelt, samt Innereien, verfüttert werden
  • Fische die für den menschlichen Verzehr zugelassen sind, können auch an Hunde verfüttert werden
  • Rohe Gräten sind nicht gefährlich (Ausnahme: der Fisch ist zu alt und zu groß)

Alles klar? Denn Du weißt:

 

nicht verzagen - Doggy Care fragen

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