Bestandteile im Futternapf - Pflanzliche Komponenten

Neben Muskelfleisch, Innereien und Knochen benötigt der Hund auch pflanzliche Bestandteile in seiner Ernährung, die als Ballaststoffe dienen.

 

In der freien Wildbahn würde unser Hund wohl eher das Fell des Beutetiers fressen oder auch den Darminhalt und so an die Ballaststoffe kommen. Manche gehen aber auch gezielter auf die Suche und naschen Beeren oder suchen sich Knollen.


Ein Anteil an unverdaulichen Bestandteilen ist für eine gesunde Verdauung notwendig - sie erhöhen den Füllungsdruck und fördern so die Peristaltik im Darm. 

Ist der Anteil in der Nahrung zu groß, reduziert sich die Gesamtverdaulichkeit der Ration, der Output des Hundes ist zu hoch. 

 

Obst und Gemüse sollte püriert verfüttert werden. Das Pürieren zerstört die Zellwände der Früchte und so kann Hund diese besser aufspalten. Der Hund bekommt dadurch auch Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

 

Von der Menge her, sollten ca. 20% der Gesamtmahlzeit aus pflanzlichen Teilen bestehen. Diese 20% kann man Dritteln und verfüttert dann ca. 1/3 Obst und 2/3 Gemüse. 

Pflanzliche Bestandteile im Futternapf

Gemüse

Achte beim Gemüsekauf auf regionale Produkte, vorzugsweise vom Biobauern, und achte auch auf die Frische. Füttere Deinem Hund  nach Möglichkeit das Gemüse roh, aber zerkleinert - so bekommt er zusätzlich die Vitamine und Mineralstoffe mit in den Napf. Du wirst schnell herausfinden, welches Gemüse Dein Hund mag, und welches er nicht mag. Versuche auch hier für eine gute Abwechslung zu sorgen. 

 

Nachfolgende Gemüsesorten sind gut für die Fütterung geeignet:

Artischocken

Brokkoli

Chicorée

Eichblattsalat

Eisbergsalat

Endiviensalat

Feldsalat

Fenchel

Gurken

Kürbis

Karotten

Karfiol

(Kartoffeln - nur gekocht!)

Kopfsalat

Kohlrabi

Lollo Rosso

Mangold

Pastinaken

Paprika, rot

Portulak

Rucola

Rote Rüben

Sellerie

Spinat

Süßkartoffeln

Topinambur

Zucchini

Obst

Auch das Obst sollte nur roh und püriert verfüttert werden, damit es unser Hund auch verwerten kann. Obst darf schon sehr reif sein, bevor es in den Hundenapf wandert; aber achte darauf, dass es noch nicht verdorben ist. 

Wie schon bei Gemüse erwähnt, bevorzuge auch beim Obst Bio-Produkte und regionale-saisonale Produkte. Auch beim Obst wird es Sorten geben, die Dein Hund liebt, und welche, die er nicht so mag.

 

Nachfolgende Obstsorten sind gut für die Fütterung geeignet:

Ananas

Äpfel

Aprikosen

Bananen

Birnen

Brombeeren

Erdbeeren

Feigen

Hagebutten

Heidelbeeren

Himbeeren

Johannisbeeren

Kiwi

Kokosnuss

Mango

Melone

Mandarinen

Nektarinen

Orangen

Pflaumen

Pfirsich

Papaya

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sind Stoffe, die keine primären Nährstofffunktionen (so wie z. B. Eiweiße, Fette, etc.) haben, aber sich trotzdem positiv auf den Körper auswirken können. Viele dieser Stoffe haben eine vielfältige Schutzwirkung und gelten daher gesundheitsfördernd.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe können antikanzerogen, antimikrobiell, antioxidativ, immunmodulierend, entzündungshemmend und/oder verdauungsfördernd wirken.

Was tun, wenn Hund Obst und Gemüse nicht fressen will?

Nicht verzweifeln und nicht ersatzlos weglassen!

 

Aber ernsthaft - Greife zu Tricks wie:
  • das Obst oder Gemüse mit dem Fleisch pürieren
  • Fischöl oder Butter dazu zu geben, oder Schmalz
  • das Gemüse mit einer kräftigen (viele Knochen & Fleisch, keine Gewürze) Rindssuppe pürieren  
  • Vielleicht mag Dein Hund das Obst oder Gemüse auch nur gedünstet oder kurz angebraten

 

Probiere aus und versuche auch, nicht zuviele Sorten auf einmal zu verfüttern. So kannst Du herausfinden, welche Sorten gefressen werden und welche ganz und gar nicht. Da es so viele Alternativen gibt, muss Dein Hund nicht zwingend Fenchel, Spinat & Äpfel fressen, vielleicht möchte er lieber die Kombination Sellerie, Karotte & Birnen.

Zubereitungsarten

Kochen

 

Ist das Garen von Lebensmitteln in einem Topf mit Wasser bei 100°C. Man unterscheidet dabei, dass das Gargut entweder in kaltes Wasser gelegt wird oder aber in bereits kochendes Wasser. Wenn der Siedepunkt erreicht ist, wird das Gargut so lange weitergekocht, bis der gewünschte "Biss" erreicht ist. Es werden beim Kochen sowohl wasserlösliche als auch hitzeempfindliche Nahrungsergänzungsstoffe wie z. B. Vitamine aufgeschwemmt und vernichtet, aber auch Aromastoffe und Farbstoffe gehen in das Kochwasser über.

Zum Kochen werden auch noch Braten, Grillen und Backen gezählt. 

 

 

Dünsten

 

Ist eine schonende Gartechnik, wobei das Gargut ohne oder nur mit wenig Flüssigkeit gegart wird. Dünsten ist geeignet für Lebensmittel, die einen höheren Wassergehalt haben, so wie eben Gemüse. Es wird in einem geschlossenen Topf oder einer geschlossenen Pfanne gedünstet. Man unterscheidet "Dünsten in Eigenflüssigkeit", "Dünsten unter Zugabe von Fremdflüssigkeit" und "Dünsten unter Zugabe von Fett). 

Alternativ zum Topfdünsten kann das Gemüse auch in einer Alufolie im Ofen gegart werden.

Beim Dünsten werden die Vitamine geschont und auch die Aromastoffe bleiben besser erhalten.

 

 

Dampfgaren

Hier hat das Gargut keinen direkten Kontakt mit Flüssigkeit, sondern wird nur im Dampf gegart. Das Dampfgaren ist eine sehr schonende Zubereitungsart: Vitamine & Mineralstoffe bleiben weitestgehend erhalten, der Eigengeschmack des Garguts wird verstärkt, die Farbe bleibt erhalten.

Auf den Punkt gebracht:

  • 20% der Gesamtfuttermenge besteht aus pflanzlichen Teilen; 2/3 davon Gemüse, 1/3 Obst
  • nur püriertes Obst & Gemüse verfüttern
  • biologische, regionale & saisonale Produkte verfüttern

Alles klar? Denn Du weißt:

 

nicht verzagen - Doggy Care fragen

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