Grundlagen - Die Nährstoffe Teil 1

Jeder Organismus benötigt eine Anzahl an Nährstoffen um Überleben zu können. In erster Linie benötigt der Körper Energie. Energie ist nötig, um den Stoffwechsel aufrecht zu erhalten.

 

Jede einzelne Zelle benötigt Energie um ihre Arbeit erledigen zu können – um sich zu teilen, zu wachsen, zu leben. Über die Nahrung bekommt der Körper diese Nährstoffe, also Proteine, Kohlenhydrate und Fette.

 

Wieviel Energie der Hund benötigt, hängt von etlichen Faktoren ab, unter anderem von Rasse, Alter, Gewicht, etc.

Jeder Hund hat somit seinen eigenen speziellen Energiebedarf.


Eiweiß (Protein)

Eiweiß wird permanent für die Körperfunktionen benötigt. Proteine können sowohl tierischen, als auch pflanzlichen Ursprungs sein. Protein besteht aus 20 verschiedenen Aminosäuren; für den Hund sind 10 davon essentiell, d. h. sie können nicht selbst vom Organismus hergestellt werden, sondern müssen über die Nahrung zugefügt werden.

Die anderen 10 Aminosäuren können in der Leber des Hundes selbst hergestellt werden.

 

Die Aminosäuren die für Hunde essentiell sind: Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin.

 

Über eine ausgewogene Rohernährung werden diese Aminosäuren dem Hund in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt.

Aminosäuren sind z. B. für den Aufbau on Fell und Krallen notwendig; in Muskeln und Knochen befinden sich Proteine; sie sind an den dauernden Auf- und Umbauprozessen im Körper beteiligt, werden benötigt um neue Zellen aufzubauen und dienen dem Körper dazu, sich zu regenerieren. Aber auch zur Energiegewinnung dienen die Proteine.

 

Im Zusammenspiel mit Stickstoff stellt der Körper in der Leber Aminosäuren her. Wieviel davon benötigt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. Alter, Rasse, Aktivität des Hundes, etc.

 

Die Verdaulichkeit gibt an, wie lange es dauert, dass der Organismus ihn aufnimmt. Hochwertiges und leichtverdauliches Eiweiß ist in Muskelfleisch, Innereien, Fisch, Milchprodukten und Eiern enthalten.

 

Pflanzliche Proteine sind in großen Mengen z. B. in Soja enthalten.

 

Problematisch an minderwertigen Eiweißen ist außerdem, dass sie nicht im Dünn- sondern im Dickdarm verdaut werden – sie werden also fast ausschließlich mikrobiell verdaut; dies führt zu einer erheblichen Ausschüttung von Ammoniak.

 

Über Gemüse und Getreide alleine kann der Eiweißbedarf des Hundes nicht gedeckt werden und sollten nur sparsam verfüttert werden.

Auch der Bedarf an Fett in der Nahrung ist in Zusammenhang mit den Proteinen zu beachten: je höher der Fettgehalt, umso mehr Proteine werden benötigt um ein ausgewogenes Stickstoffverhältnis zu gewährleisten.

 

Werden zu viele Proteine gefüttert, wandelt der Körper diese in Fett um.

Werden zu viele Proteine gefüttert, wird der überschüssige Stickstoff der nicht benötigten Aminosäuren, in der Leber in Ammoniak umgewandelt, der wiederum zu Harnstoff umgewandelt wird und über die Nieren ausgeschieden wird, was wiederum zu Nierenschäden führen kann.

 

Leidet der Hund schon an einer Nierenkrankheit, ist es notwendig, den Proteingehalt der Nahrung zu senken um die Ausscheidungen von giftigen Abbauprodukten zu reduzieren.

 

Werden zu viele Proteine gefüttert, kann es auch zu Unverträglichkeiten wie z. B. Juckreiz kommen.

Fette (Lipide)

Gelten als die wichtigsten Energielieferanten in der Hundeernährung. Sie liefern ca. doppelt soviel Energie wie Kohlenhydrate und Proteine. Als Lipide bezeichnet man Fette in der Nahrung; sie kommen als tierische und pflanzliche Fette vor.

 

Ketten aus Kohlenstoffatomen bilden die sogenannten Fettsäuren. Je länger diese Ketten sind, desto schwerer ist diese Fettsäure zu verdauen.

 

Neben den Kohlenstoffatomen sind noch Wasserstoffatome vorhanden. Diese bestimmen den Sättigungsgrad, so gibt es gesättigte Fettsäuren und ungesättigte Fettsäuren; letztere werden nochmals in einfach und mehrfach ungesätttigte Fettsäuren unterteilt.

 

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren teilen sich wiederum in Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

 

Manche Fettsäuren können vom Organismus selbst hergestellt und aufgebaut werden; andere wiederum sind essentiell und müssen über die Nahrung zugeführt werden.

 

Fett das nicht in Energie umgesetzt wird, wird als Depotfett gespeichert. Wird also zuviel Fett angeboten, als der Körper verwerten kann, wird der Hund dick und in Folge übergewichtig.

 

Fette sind aber auch für die Resorption der fettlöslichen Vitamine zuständig; für die fettlöslichen Vitamine sind Fette sozusagen Transportmittel, damit sie überhaupt in den Organismus gelangen können.

 

Desweiteren dient Fett als Schutz der Organe in Form einer schützenden Fettschicht. Fett wird überall im Körper benötigt, da es in der Membran jeder einzelnen Zelle enthalten ist.

Kohlenhydrate

Zählen nach den Proteinen und Fetten zu den wichtigsten Nährstoffen und Energielieferanten. Als Energielieferant stehen sie beim Hund nach den Fetten an 2. Stelle.

Kohlenhydrate dienen vor allem als Lieferant für „Kurzzeitenergie“.

 

Rote Blutkörperchen und das Gehirn können ihren Bedarf an Energie nur über Kohlenhydrate decken.

 

Werden mehr Kohlenhydrate zugeführt, als verwertet werden können, werden sie im Körper als Glykogen in der Leber gespeichert, oder auch in der Muskulatur. Werden ständig zu viele Kohlenhydrate angeboten, werden sie als Fett umgewandelt und als Depotfett gespeichert – der Hund (nicht nur dieser) nimmt zu.

 

In der Verdauung bleiben Kohlenhydrate bis zum Dünndarm praktisch unverdaut – Mehrfachzucker werden zu Einfachzuckern zerlegt und können so vom Körper aufgenommen werden.

 

Ballaststoffe sind auch Kohlenhydrate; sie werde allerdings nicht zur Energiegewinnung benötigt und werden auch nicht verdaut. Sie helfen lediglich die Motorik des Darms anzuregen und reinigen dadurch den Darm.

 

Im Getreide ist viel Stärke enthalten, und diese kann der Hund nur im aufgeschlossenem Zustand verwerten.

 

Enthaltene Kohlenhydrate in Obst und Gemüse reichen bei der Rohfütterung zur Deckung des Kohlenhydratanteils

vollkommen aus, ein zusätzliches Verfüttern von Getreide ist daher nicht zwingend notwendig.

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