Zusätzliche Bestandteile im Futternapf - Nüsse, Samen, Kerne, Sprossen & Keime, Kräuter

Da Nüsse, z. B. Hasel- oder Walnüsse, reich an ungesättigten Fettsäuren, Mineralien und Vitaminen sind, stellen sie eine wertvolle Bereicherung und

Aufwertung der Hundemahlzeit dar. Durch den Fettgehalt sind sie gute Energielieferanten von guten Fetten.

 

Um optimal verwertet werden zu können, müssen sie stark zerkleinert (gemahlen) werden.

Da Nüsse, Samen & Kerne im zerkleinerten Zustand rasch ranzig werden, empfiehlt es sich, immer nur kleine Mengen zu zerkleinern.


Nüsse, Samen & Kerne im Einzelnen

Naturbelassene Cashewkerne enthalten am wenigsten Fett von allen, haben aber einen hohen Vitamin B1-Gehalt, weshalb sie hin und wieder verfüttert werden können.

Erdnüsse verfügen über einen hohen Eiweißgehalt, sowie über einen hohen Linolsäuregehalt. Erdnüsse können, wie auch beim Menschen, Allergieauslöser sein.

Haselnüsse sind sehr kalorienreich, enthalten viel Fett und haben einen hohen Kalziumgehalt.

Nicht nur Kokosöl eignet sich gut für die Fütterung, auch fein gemahlene Kokosraspel.

Sie sind wertvoll für den Darm, und es werden ihnen wurmwidrige Eigenschaften

nachgesagt. Hier kannst Du mehr erfahren.

Die Kerne des Kürbis können bei Blasenbeschwerden helfen und sind wegen ihres wertvollen Fettgehalts prima für die Fütterung geeignet.

Der Leinsamen, eine Ölsaat, ist besonders wertvoll für ein schönes, glänzendes Fell. Vor dem Verfüttern müssen die Samen gemahlen oder gequetscht werden. Alternativ kann ein Leinsamenschleim gekocht werden. Da Leinsamen eine enorme

Quelleigenschaft aufweist, ist die Schleimverfütterung zu bevorzugen.

Fein gemahlene Mandeln können die Hundemahlzeit aufwerten – aber unbedingt auf süsse Mandeln achten – Bittermandeln sind für Hunde giftig.

Paranüsse bestehen zum größten Teil aus Fett und Eiweiß und haben deshalb auch einen sehr hohen Kaloriengehalt. Hin und wieder können sie verfüttert werden und liefern zudem das wertvolle Selen.

Pekanüsse dürfen auch hin und wieder, fein gemahlen, eine Mahlzeit aufwerten. Pekanüsse sind mit der Walnuss verwandt.

Da Pinienkerne relativ teuer sind, sollten sie nur selten verfüttert werden. Sie enthalten viel Vitamin B1 und sind hervorragend für den Stoffwechsel geeignet.

Sesam enthält viel Kalzium und eignet sich sehr gut für die Verfütterung.

Hin und wieder können die fetthaltigen Sonnenblumenkerne dem Futter hinzugefügt werden.

Walnüsse sind gut fürs Herz und enthalten wertvolle Fette , weshalb sie nur sparsam verfüttert werden sollten.

Sprossen & Keime

Sprossen und Keime können ganz leicht zu Hause gezogen werden. Vorallem im Winter bieten diese eine gute Futterquelle, da sie viele Vitamine und Mineralien enthalten.

 

Saatgut erhältst Du in guter Bio-Qualität auch im Reformhaus, wo Du auch Anzuchtschalen oder sogar Keimtürme bekommst, damit Du verschiedene Keimstadien erhältst und so regelmäßig ernten kannst.

Zu den Stadien der Sprossen & Keime

Sobald der Samen aufplatzt und ein kleiner Austrieb zu erkennen ist, spricht man von einem Keim oder Keimling. Verfärbt sich dieser mit der Zeit grün, wird er zum Spross.

Bildet sich ein Blatt, handelt es sich um ein Gras oder Grünkraut.

 

Fertig gezogene Sprossen können wie Gemüse zubereitet werden und können auch kleingeschnitten bzw. püriert eingefroren werden.

Geschnittene Sprossen bleiben, in ein feuchtes Küchentuch gewickelt, für 1-2 Tage im Kühlschrank frisch.

 

Folgende Sprossen & Keime eignen sich für die Verfütterung an Hunde:

Amaranth, Bockshornklee, Brokkoli, Buchweizen, Dinkel, Hafer, Hirse, Gerste, Kresse, Kürbiskerne, Leinsamen, Quinoa, Radieschen, Rettich, Reis, Roggen, Rukola, Sango, Senf, Sesam, Sonnenblumenkerne und Weizen.

Kräuter für die Hundefütterung

Damit Kräuter vom Organismus des Hundes aufgenommen werden können, muss die Zellstruktur aufgebrochen werden, so wie bei Obst & Gemüse.

Aus diesem Grund können Kräuter auch gemeinsam mit der Gemüseportion zubereitet werden.

 

Stehen einem frische Kräuter zur Verfügung, so kann ein Teil davon zu einem „Kräuterwürfel“ oder zu einem „Kräuterpesto“ verarbeitet werden, der dann im Tiefkühlschrank bzw. Kühlschrank „für schlechte Zeiten“ aufgehoben wird.

 

Zubereitung Kräuterwürfel:

die frischen Kräuter fein hacken und in eine Eiswürfelschale legen. Mit etwas Wasser aufgießen und einfrieren. Die fertigen Würfel können dann in einen Plastikbeutel umgefüllt werden, von dem Du dann bei Bedarf jeweils einen Würfel entnimmst.

 

Zubereitung Kräuterpesto:

natives Olivenöl, frische Kräuter, je nach Kräutermenge Meersalz, Pinienkerne oder Walnüsse. Die Kräuter mit dem Olivenöl, dem Salz und den Nüssen in einem Mixer fein pürieren und in kleine Gläser (Babynahrung) füllen. Alles mit Olivenöl bedecken und gut verschließen. Nun kannst Du nach und nach ein Löffelchen entnehmen und dem Hundefutter untermischen. Gieße immer wieder mit Olivenöl auf, so bleibt alles länger genießbar und verschimmelt nicht.

 

Kräuter können, müssen aber nicht, verfüttert werden. Es macht gar nichts, wenn Du nicht jeden Tag Kräuter an Deinen Hund verfütterst – ganz im Gegenteil!

Fertigfutter mit jeder Menge Kräutern ist nicht gesünder als Fertigfutter ohne Kräuter! Jedes Kraut besitzt auch eine Heileigenschaft, weshalb Heilkräuter auch nur kurweise, also über einen bestimmten Zeitraum, verabreicht werden. Das

Sprichwort „Viel hilft auch viel“ trifft im Falle der Kräuter in keinster Weise zu!

Folgende Kräuter dürfen in den Hundenapf wandern:

Küchen- & Gartenkräuter:

Basilikum (nicht an tragende Hündinnen verfüttern), Bohnenkraut, Borretsch, Dill (kann bei säugenden Hündinnen die Milchbildung positiv beeinflussen), Estragon, Kerbel, Knoblauch, Liebstöckel (nicht an trächtige oder säugende Hündinnen verfüttern), Majoran, Minze, Oregano, Petersilie (nicht an trächtige Hündinnen verfüttern), Pimpinelle, Rosmarin (nicht an Hunde verfüttern, die unter Epilepsie leiden), Salbei (nicht an trächtige Hündinnen oder an Epilepsie erkrankte Hunde verfüttern), Schnittlauch (nur in kleinen Mengen = Zwiebelgewächs), Thymian, Ysop (nicht an trächtige Hündinnen oder an Epilepsie erkrankte Hunde verfüttern), Zitronenmelisse.

 

Wildkräuter:

Ackerschachtelhalm, Bärlauch, Beifuß, Beinwell, Birkenblätter, Breitwegerich, Brennnessel, Brombeerblätter, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Giersch, Gundermann, Himbeerblätter, Kamille, Klee, Klettenlabkraut, Knoblauchrauke, Löwenzahn, Pfefferminze, Rotkleeblüten, Sauerampfer, Sauerklee, Schafgarbe, Spitzwegerich, Vogelmiere.

Alles klar? Denn Du weißt:

 

nicht verzagen - Doggy Care fragen

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